Optionsdaten deuten auf Stütze ab 1,5470
Gestern abend wurde auf die etwas unklare Lage im Euro hingewiesen. Einerseits ist ein Trendbruch im Tageschart zu sehen, andererseits besteht weiterhin die Möglichkeit eines Sellsetup-Signals mit Einbruch auf neue Tiefs.
Damit die Lage klarer wird, muss man auf andere Techniken zurückgreifen, die mehr zeigen als nur die Linien der Charttechnik: Das grosse Geld, die Stillhalter, Schreiber von Optionen.
Am vergangenen Freitag sind die Mai-Optionen ausgelaufen, nun ist der Juni der Frontmonat. Mit diesen neuen Daten zeigt sich, daß man im Rückgangh massiv Puts geschrieben hat.
Oben sehen Sie den Chart mit den neuen Daten. Rot ist die Callsellingzone, ein Widerstand. Grün die Putsellingzone. Unterstützung.
Diese beginnt bei 1,55 bis hinab auf 1,53 mit höchsten OI in der Basis 1,55. Wir haben zwar bei 1,56 auch sehr hohe Bestände, diese sind aber bereits im Geld und dienen nun als leichter Widerstand.
Wenn man also Bild 1 mit einbezieht, dürfte der Euro keine neuen Tiefs mehr sehen, denn das grosse Geld wird seine Positionen schützen.
Platz nach oben ist bis 1,5630. Erst darüber werden Absicherungen zurückgenommen und es kann ein weiterer Schub kommen. Das gleiche gilt nach unten bei 1,5470. Erst darunter wird man die wieder ungesicherten Puts der Basis 1,55 absichern und die Bewegung verstärken.
Wenn Sie sich nun fragen, wieso es gestern so starke und schnell bis 1,5570 ging, sehen Sie hier den Grund. Es wurden Absicherungen aufgelöst und der Trend damit verstärkt.
Bild 2 zeigt den Riskindikator - eine Eigenentwicklung auf dem Gebiet der Optionen. Die Schwankungsbreite geht von 1,54 bis 1,56. Erst ober/unterhalb dieser Zone kommt das grosse Geld richtig in Bedrängnis.
Der Chart dient nur zur Information.
